#6 Fruchtbarste Epoche des Mehliser Fußballs

Am 07. August 1923 löste sich auch in Mehlis die Spielriege vom Turnverein und erhielt offiziell den Namen Verein für Leibesübungen 09.

Die Platzfrage war jedoch nicht gelöst, da die alte Anlage nicht mehr benutzt werden konnte, sodass der Verein als Notbehelf in der Alten Straße weiterspielte. Später stellte die Regierung ein Gelände von 17.600 m² zur Verfügung, jedoch war dieses Spielfeld ungeeignet, sodass der Spielbetrieb zurückging.

Beide Vereine hatten ständig mit erheblichen Finanzschwierigkeiten zu kämpfen, da sie von keiner Seite Zuschüsse erhielten. Preiskegeln, Skatturniere und Tanzveranstaltungen mussten die Kasse aufbessern.

Verdienstvolle Spieler waren Otto und Rino Lessner sowie Gustav Munk.

Aufgrund den aufgeführten Problemen und finanziellen Schwierigkeiten fusionierten 1924 der FC Germania 06 Mehlis mit dem VfL 1909 Mehlis zur Spielvereinigung Zella-Mehlis 06.

Verantwortungsbewusste Funktionäre und Mitglieder hatten dieses Ziel seit Jahren angesteuert. Es bringt uns noch heute zum Schmunzeln, wenn wir hören, dass der neue Sportgruß ein Anlass zu ernsten Beratungen gab. Zwei Mitglieder traten sogar aus dem neugegründeten Verein aus, weil sich der Gruß: „Hipp Hipp Hurra“ und nicht „Ball heil“ durchsetzte. Auch die Klubfarbe löste Debatten aus. Die traditionelle Kleidung in rot-weiß wurde schließlich akzeptiert.

Auf sportlicher Ebene agierte die SpVgg Zella-Mehlis 06 im Verband Mitteldeutscher Ballspiel-Vereine und gewann insgesamt dreimal die Meisterschaft und dreimal den Pokal des Gaus Westthüringen.

In den damit verbundenen Qualifikationen zur mitteldeutschen Endrunde scheiterte Zella-Mehlis 1925/26 bereits vorzeitig an der SpVgg Erfurt. 1928 erreichten die Thüringer über den SC 06 Oberlind das Achtelfinale, scheiterte aber vor imposanter Zuschauerkulisse in Leipzig am FC Viktoria Leipzig deutlich mit 0:5. Im gleichen Jahr wurde der Silberpokal des Gaus Westthüringen durch einen 3:1-Erfolg gegen den Ballspielklub Steinbach-Hallenberg gewonnen. 1930/31 scheiterte die SpVgg 06 erneut vorzeitig am SC Stadtilm.

Auch dem Jugendspielbetrieb wurde damals starke Beachtung geschenkt. So errangen die Jungen 1926 die Meisterschaft in der 1. Jugendklasse von Westthüringen. 1928 wurde die 1. und 2. Jugendmannschaft in ihren Klassen Gaumeister. 1929 erhielten sie den Gauwimpel.

Zu den Spielern gehörten Willi Ansorg, Alfred Wolf, Bruno Dietz, Rudolf Greiner, Otto Kind, Erich Raßmann, Alfred Büchel, Richard Riede, Otto Ender, Karl Langenhahn, Fritz Thomas

 

Sportliche Erfolge

1926 Gaumeisterschaft Westthüringen

1927 Gaumeisterschaft der Reservemannschaft

1928 Gaumeisterschaft Westthüringen

1929 Pokalmeister Westthüringen

1930 Pokalmeister Westthüringen

1931 Gaumeisterschaft Westthüringen

1931 Pokalmeister Westthüringen

 

Vielen Dank an Hans Marr für die Raritäten von seinem Dachboden!

Für weitere Aufzeichnungen, Bildmaterial oder Ergänzungen schreiben sie uns bitte an: info@fczm.de

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